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Berlin (ddp). Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) vom Montag gaben die Kassen 2005 rund 23,4 Milliarden Euro für Medikamente aus. Das seien 3,3 Milliarden Euro mehr gewesen als 2004.
Für die Steigerung um 16,3 Prozent machte der Apothekerverband mehrere Entwicklungen verantwortlich. Rund 1,5 Milliarden Euro Mehrausgaben seien einem "Struktureffekt" etwa durch Therapieumstellungen auf neue Arzneimittel oder andere Packungsgrößen zuzurechnen. Die gesetzliche Absenkung des Herstellerabschlags an die Krankenkassen habe mit 910 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Mehr Verordnungen durch die Ärzte kosteten die Kassen zusätzlich 524 Millionen Euro.
Weitere Mehrausgaben entstanden dem Verband zufolge durch Vorzieheffekte Ende 2003 vor der letzten Gesundheitsreform, erhöhte Zuzahlungsbefreiungen, Preiserhöhungen bei Arzneimitteln ohne Festbetrag und die Absenkung des Apothekenabschlags.
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