|
|
Duisburg (ddp-nrw). In Duisburg ist am Dienstag ein lokales Bündnis gegen Depression gegründet worden. Ziel ist mehr Aufklärung von Betroffenen und mehr Fortbildung von Medizinern und Psychotherapeuten, wie die Ärztekammer Nordrhein mitteilte. Nach ihren Angaben sind in Deutschland rund vier Millionen Menschen akut an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt, die Hälfte davon nehme keine Hilfe in Anspruch.
"Ein Schwerpunkt der Duisburger Initiative wird auf dem Feld der Arbeitswelt liegen", sagte Albert Franz Ernst, niedergelassener Psychiater und Psychotherapeut. Denn statistisch hätten Arbeitslose ein höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken, als Arbeitnehmer mit einer sicheren Zukunftsperspektive. "Beispielsweise verbringen arbeitslose Männer nahezu siebenmal mehr Tage mit einer psychischen Erkrankung im Krankenhaus als Nicht-Arbeitslose", sagte Ernst. "Hier müssen wir mit Betriebsmedizinern, Menschen mit Personalverantwortung, aber auch mit den Arbeitsvermittlungsagenturen zukünftig enger zusammenarbeiten, über das Krankheitsbild aufklären und vor allem präventive Angebote machen."
www.depression-duisburg.de
|
|