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Hamburg (ddp). Die Einführung der Praxisgebühr zum Jahresbeginn hat das Verhalten der Patienten nach Einschätzung von Gesundheitsökonom Karl Lauterbach stärker verändert als erwartet. "Ich erwarte, dass die Besuche bei Fachärzten wie Orthopäden oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzten dauerhaft um etwa 20 Prozent zurückgehen werden", sagte der Berater von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). Er fügte hinzu: "Die Gebühr steuert damit stärker als ich das selbst erwartet habe."
Lauterbach prognostizierte zudem einen Boom für klinische Versorgungszentren. "Viele Krankenhäuser kaufen derzeit systematisch Zulassungen für niedergelassene Ärzte, um sich zu Versorgungszentren zu entwickeln", sagte er. Damit werde es 2005 eine große Zahl neuer Versorgungszentren geben.
Auch der Chef des AOK-Bundesverbands, Hans-Jürgen Ahrens, berichtete von einem Rückgang der Arztbesuche. "Zwar beruhen die Zahlen noch auf Stichproben, aber wir stellen rund 10 bis 15 Prozent weniger Arztbesuche fest und registrieren weniger Verschreibungen von Medikamenten und mehr Überweisungen, sagte Ahrens.
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