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Berlin (ddp). Die Gesundheitsreform könnte angeblich das Sterben von Arztpraxen vorantreiben. "Wenn Patienten in Zukunft deutlich weniger zum Arzt gehen, ist damit zu rechnen, dass Arzthelferinnen entlassen oder sogar Arztpraxen geschlossen werden", sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Roland Stahl, der Berliner Zeitung (Dienstagausgabe). Um bei finanziellen Engpässen kurzfristig Kosten zu senken, bleibe Ärzten oft gar nichts anders übrig, als Personal zu entlassen.
Nach Informationen des Blattes wollen der Umfrage eines Ärzte-Internetportals zufolge über die Hälfte der 96 000 Arztpraxen ihr Personal reduzieren. Grund für die angespannte Lage in den Arztpraxen sei, dass durch die Gesundheitsreform die Zahl der Arztbesuche ersten Erhebungen zufolge im Januar stark gesunken sei. Durch die seit Jahresanfang gültigen Neuregelungen müssten Bürger für ihre Gesundheit nun tiefer in die eigene Tasche greifen.
Auch die Verbandschefin der Arzt- und Zahnarzt-Helferinnen, Sabine Rothe, erwartet einen steigenden Druck auf die Arbeitsplätze. "Die Gefahr von Praxisschließungen ist dort besonders groß, wo es ohnehin viele Arztpraxen gibt, also in den Ballungsräumen", sagte Rothe, die 500 000 Arzt- und Zahnarzthelferinnen vertritt. Sie machte die Politik für den Wegfall von Stellen verantwortlich. "Es ist politisch so gewollt, dass die Zahl der Facharzt-Praxen verringert werden soll", sagte Rothe.
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