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Chemnitz (ddp-lsc). Der Vorstandsvorsitzende der AOK Sachsen, Rolf Steinbronn, fordert die Abschaffung der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in Deutschland. Stattdessen sollten die Ärzte lieber direkt mit den Krankenkassen abrechnen, sagte Steinbronn der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse" (Mittwochausgabe). Das bisherige Abrechnungssystem über die KV sei ineffizient, kompliziert und teuer. Weder erfahre der Patient dabei, wie viel seine Behandlung koste, noch könne die Kasse die Kosten dem Einzelnen zurechnen. Zudem unterhalte die KV allein in Sachsen einen Mitarbeiter-Apparat mit mehreren hundert Leuten. "Stellen Sie sich das Einsparpotenzial vor, wenn der Arzt direkt mit der Kasse abrechnen würde", sagte Steinbronn.
Die große Koalition in Berlin hatte am Dienstag ihre Ideen zur Gesundheitsreform vorgestellt. Danach soll ein Fondsmodell helfen, die Kosten in den Griff zu bekommen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen wollen die Gesundheitspolitiker von Union und SPD hingegen beibehalten.
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