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Schwerin (ddp-nrd). Personalmangel und Überalterung machen der Ärzteschaft in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend zu schaffen. Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Mittwoch in Schwerin mitteilte, fehlen landesweit mittlerweile 117 Hausärzte. Durch Praxisschließungen von Augenärzten komme es bereits zu Versorgungsengpässen in Lübz, Warin, Bützow, Rostock und Greifswald. Wartezeiten in Facharztpraxen bei Psychotherapeuten, Neurologen und Orthopäden von einem halben Jahr und mehr sind den Angaben zufolge keine Seltenheit. Durch die weitere altersbedingte Berufsaufgabe von Ärzten wird sich die Situation der ambulanten Versorgung offenbar noch weiter verschlechtern. 588 der etwa 2500 Vertragsärzte sind älter als 60 Jahre.
Der einst heiß begehrte Beruf des Arztes wird nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung auch immer unattraktiver. Weniger Einkommen trotz höherer Arbeitsbelastung als im Westen, zunehmende Bürokratie, lange Arbeitszeiten und wenig Freizeit seien einige Ursachen. Entsprechend hoch sei die Abbruchquote an den Universitäten. Die Hälfte der Medizinstudenten suche fernab von Patienten einen Job in der Industrie und in anderen Bereichen. Die Kassenärztliche Vereinigung beklagte eine regelrechte Ärzteflucht nach Skandinavien und England.
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