| Potsdam (ddp-lbg). Die Förderung von behinderten Langzeitarbeitslosen geht in Brandenburg stark zurück. Wie Arbeitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte, fanden im vergangenen Jahr nur noch 676 so genannte berufsvorbereitende Maßnahmen für Behinderte statt. 2004 waren es mit 1231 Maßnahmen nahezu doppelt so viele gewesen. Ein Jahr vorher wurden noch 1356 behinderte Langzeitarbeitslose gefördert.
Ziegler zufolge sind es vor allem die Rentenversicherungen, die immer weniger Fälle an die Berufsförderung überweisen. Im Vorjahr waren es 526 Fälle, zwei Jahre zuvor noch 1030. Auch die Bundessagentur für Arbeit finanzierte deutlich weniger vorbereitende Berufsmaßnahmen für Behinderte. Hier sank die Zahl von 2003 bis 2005 von 260 auf 88.
In der Mark betreibt das Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg seit 1995 in Mühlenbeck eine Einrichtung der Berufseingliederung. Sie wird vom Bund, dem Land und der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte gefördert. Der Dachverband der Berufsförderungswerke hat in einem Schreiben an sämtliche Landesregierungen darauf aufmerksam gemacht, dass inzwischen ein Belegungsrückgang bis zu 40 Prozent zu verzeichnen sei.
Ziegler geht allerdings davon aus, dass die Existenz der Einrichtung im Land Brandenburg nicht akut bedroht ist, "auch wenn die Zahl der Mitarbeiter reduziert werden muss".
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