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München (ddp-bay). Eine an Tuberkulose erkrankte Prostituierte hatte in Bayern offenbar weit mehr Freier als bislang bekannt. Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtete am Sonntag, dass mehrere hundert Männer die Dienste der 26-jährigen Türkin mit dem «Künstlernamen» Sinem in Anspruch genommen haben. Canan D. sei nicht nur in Rosenheim, sondern auch in München und in Hof ihrem Gewerbe nachgegangen. Die Frau wolle nach eigenen Angaben allein während ihres viermonatigen Aufenthalts in Rosenheim etwa 700 Freier bedient haben.
Um ehemalige Kunden «Sinems» zu warnen und eine mögliche Infektionskette zu unterbrechen, schrieb das Münchner Gesundheitsamt den Angaben zufolge jene Bordelle an, in denen die Türkin gearbeitet hatte. Die Bordellchefs sollten ihre Stammkunden auffordern, sich auf Tuberkulose testen zu lassen.
Canan D. war Anfang März in Rosenheim festgenommen worden. Sie hatte sich im Juni 2003 nach der Diagnose einer offenen Lungentuberkulose einer vorgeschriebenen Behandlung entzogen und war deshalb bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben worden. Derzeit wird sie den Angaben zufolge in einem geschlossenen Spezialkrankenhaus in Niedersachsen behandelt.
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