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Borken (ddp-nrw). Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) hat die Leistungen der ehrenamtlichen Betreuer in Nordrhein-Westfalen gewürdigt. Dank dieses Engagements könnten etwa zwei Drittel der knapp 275 000 Betreuungsfälle in NRW ehrenamtlich geführt werden, erklärte die Ministerin am Samstag in Borken. "Die Betreuer erfüllen kompetent und im Sinne der betroffenen Menschen ihre Aufgaben und leisten so auch für die Gesellschaft wertvolle Hilfe", lobte Müller-Piepenkötter den gemeinnützigen Einsatz.
Rechtliche Betreuung bedeutet Hilfestellung für Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung ihre alltäglichen Rechtsgeschäfte nicht mehr selbständig besorgen können. Leitbild des Betreuungsrechts sei die persönliche Betreuung der Betroffenen, hob Müller-Piepenkötter hervor: "Die Betreuung im rechtlichen Sinne muss daher von Menschen geführt werden, die in der Lage sind, mit den Betroffenen zu sprechen, ihre Wünsche wahrzunehmen und umzusetzen."
Oft übernähmen Ehepartner, nahe Angehörige oder Freunde diese Aufgabe. Immer häufiger sei es jedoch nicht möglich, Angehörige mit der rechtlichen Betreuung zu beauftragen. Auch für diese Fälle hätten sich viele Menschen bereit erklärt, ehrenamtlich Betreuungen zu führen, die nicht den eigenen Familien- oder Freundeskreis betreffen.
Die Ministerin kündigte an, den Versicherungsschutz für ehrenamtliche Betreuer durch den Abschluss einer Sammelhaftpflichtversicherung gegen Vermögensschäden weiter zu verbessern: "Die Ausschreibung eines entsprechenden Versicherungsvertrages befindet sich bereits in Vorbereitung. Ich bin zuversichtlich, dass der Versicherungsschutz im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten kann."
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