Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe

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12.09.2007



Übersicht "Meldung vom Tage" (Mai 2007)



13.05.
Haustierpark Tüzen - neuer Einsatz, neue Chance
naps


Von Roland Hartig

Neuer Einsatz, neue Chance, so präsentiert sich der Haustierpark Tüzen wieder den Besuchern. Dafür setzte der Saisonauftakt am Sonnabend recht werbewirksam ein Zeichen. Objektive und andere Sorgen, die die Gemeindevertretung und der neue Betreiber beim "unter Dach und Fach bringen" der Verträge in den zurückliegenden Monaten hatten und teils noch haben, spielten an diesem Tag keine Rolle. Das gesteckte Ziel der Gemeinnützigen Gesellschaft für Gemeindepsychiatrie (GGP), die Saison mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm zu beginnen, wurde erreicht. Auch der fast 40 Hektar großer Park, in dem 340 Tiere aus 27 bedrohten Haustierrassen leben, lädt zum Bummeln ein. Viele Tierunterkünfte im Freien und ein Teil der Zäune wurden neu gebaut. Hinweistafeln an den Koppelzäunen und Gehegen informieren über die Haustierrassen. Anerkennend gesagt, da steckt viel Zeit und Arbeit drin.

Dr. Bringfried Schulz, der hier unter ehemaliger Trägerschaft der Gemeinde fünf Jahre Projektleiter im Haustierpark war und heute dem Verein GGP als Pensionär mit Rat und Tat zur Seite steht, kennt auch ein Phänomen: "Die Pfähle aus Fichtenholz halten nicht ewig, die faulen ab." Deshalb plädiert er für Koppelzäune mit Eichenpfählen, "die halten 20 Jahre und länger. Denn auch bei den Besuchern muss gesichert werden, dass auf dem Weg kein Rind steht. Wichtig ist, dass die seltenen Haustierrassen weiter in Reinzucht gehalten werden." Auf die Frage, ob Menschen mit einer psychischen Erkrankung im Tierpark arbeiten, sagte Bringfried Schulz: "Die Klienten arbeiten zeitweilig mit, nicht ständig."

Ein buntes Programm sorgte dafür, dass der Besuch des Schutzparks nicht nur Erwachsene erfreute, sondern auch Kinder und Jugendliche. Die Liste der Angebote war lang: Musik von DJ Mike, Jagdhornbläser, Parkführungen, Scheunenkino, "Bock-Roulette", Geschicklichkeitsspiele, Ponyreiten, Treckerfahrt im Hänger, Bootsfahrt auf dem künstlich angelegten See, Schauschmieden, Präsentation von Handarbeiten aus Schafwolle, Lagerfeuer, Leckeres vom Grill...

Der Haustierpark Tüzen, der in landschaftlich idyllischer Lage direkt am Fuße des Lünebergs liegt, ist Eigentum der Gemeinde Passee. Doch die Tüzener Spatzen pfeifen es von den Dächern: Der etwa 40 Hektar große Schutzpark soll zusammen mit Gebäuden und Anlagen demnächst für einen symbolischen Preis von einem Euro an die GGP verkauft werden. Dass der Park quasi verschenkt werden soll, ist schon eine Überraschung.

WEBLOG: "Wie weiter mit Haustierpark Tüzen?"
http://www.lichtblick-newsletter.de/weblogtuezen.php



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