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München (ddp-bay). Bayerns Arbeitnehmer melden sich immer seltener krank. Durchschnittlich waren die 2,1 Millionen berufstätigen Mitglieder der AOK 1,3 Mal im Jahr arbeitsunfähig, wie die Krankenkasse am Dienstag in München mitteilte. Die Arbeitnehmer fehlten an insgesamt 15,6 Arbeitstagen. Dies ist den Angaben zufolge der niedrigste Wert seit zehn Jahren.
Eine Befragung der AOK ergab, dass sich 75 Prozent der Arbeitnehmer bei Krankmeldungen aus Angst vor einem Jobverlust zurück halten. Ebenfalls 75 Prozent der Befragten gaben an, auch zur Arbeit gegangen zu sein, wenn sie sich richtig krank gefühlt hätten. Nach Angaben der AOK sei jedoch auch ein Grund der sinkenden Krankmeldungen, dass viele Betriebe gesundheitsfördernde Maßnahmen ergriffen hätten.
Zudem spiele das Qualifikationsniveau eine wichtige Rolle. Je höher die berufliche Stellung sei, desto weniger Krankmeldungen gebe es. Bei Arbeitern betrug der Krankenstand 5,2 Prozent, bei Facharbeitern 4,7 Prozent und bei Angestellten durchschnittlich 3,1 Prozent. Bei Erwerbstätigen mit Universitätsabschluss lag er lediglich bei 1,6 Prozent.
Über 26 Prozent der Erkrankungen wurden im Bereich des Bewegungsapparates diagnostiziert. Etwa zwölf Prozent der Fehltage waren auf Erkrankungen der Atemwegsorgane zurückzuführen. 7,2 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage hatten psychische Ursachen. Seit dem Jahr 2000 ist dieser Anteil um über zehn Prozent gestiegen.
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