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12.01.04
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Nachruf auf Klara Nowak
Am 14. Dezember 2003 verstarb Klara Nowak, Mitbegründerin des Bundes der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V., Detmold. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass sich 1987 Zwangssterilisierte und "Euthanasie"-Geschädigte zusammenfanden und den Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten gründeten, der seitdem um die gesellschaftliche Rehabilitation der Opfer kämpft.
Klara Nowak war selbst Opfer der menschenverachtenden NS-Rassepolitik und wurde aufgrund des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses zwangssterilisiert. Ihr eigener Lebensweg war geprägt durch physische und psychische Kränkungen in ihrer Jugend. Sie wehrte sich lebenslang gegen das Stigma, im Sinne der NS-Ideologie "behindert" gewesen zu sein.
Klara Nowak war bis 1999 Vorsitzende unserer bundesweit arbeitenden Organisation. Sie kämpfte mit ihrer ganzen Kraft für diese "vergessene" und im gesellschaftlichen Bewusstsein ausgegrenzte Opfergruppe der Zwangssterilisierten und "Euthanasie"-Geschädigten. Durch ihren vehementen Einsatz konnten endlich Ende der 80iger Jahre und in den Neunzigern Entschädigungsverbesserungen für die Opfer erreicht werden.
Die Verstorbene war Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Wir entsprechen ihrem Wunsch, ihren Tod erst nach ihrer Bestattung öffentlich zu machen.
Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V.
Schorenstraße 12, 32756 Detmold
Detmold, im Januar 2004
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bez
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