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07.02.2008



Übersicht "Meldung vom Tage" (Februar 2008)



07.02.

1,9 Millionen Deutsche sind medikamentenabhängig

ddp


Hamburg (ddp). Bis zu 1,9 Millionen Deutsche sind nach offiziellen Angaben der Bundesregierung von Medikamenten abhängig. Das verursacht jährlich volkswirtschaftliche Kosten von 14 Milliarden Euro, zitiert die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Betroffen von der Alltagssucht sind besonders Frauen. Die meisten Medikamentenabhängigen nehmen Beruhigungsmittel wie Valium, sogenannte Benzodiazepine. Allein acht Prozent der Frauen über 70 Jahren haben dafür eine Langzeitmedikation.

Die Opposition warf der Bundesregierung vor, das Problem der Tablettenabhängigkeit zu unterschätzen. Der drogenpolitische Sprecher der Grünen, Harald Terpe, sagte der Zeitung: "Medikamentensucht muss ernster genommen werden. Wir brauchen vor allem bessere Beratung und Behandlung durch Apotheker und Ärzte."



Weiterführende Information
EIGENBERICHT der Redaktion Lichtblick-Newsletter

Diphenhydramin-Trip kann tödlich enden!

(naps/rh). Wir hatten in unserer Lichtblick-Newsletter Ausgabe Nr. 207 in dem Beitrag "Hilfeschrei nach qualifizierter Hilfe" berichtet, dass der Wirkstoff Diphenhydramin ab einer bestimmten Überdosierung als "Droge" mit "halluzinogenen Effekten" in Internetforen beschrieben wird. Wie Lichtblick jetzt aus Apotheker-Kreisen erfahren konnte, können Diphenhydramin-Trips tödlich enden. In Zusammenhang mit diesem Wirkstoff warnen die Apotheken seit 7. August 2007 vor dem Missbrauch rezeptfreier Arzneimittel gegen Husten oder Einschlafstörungen und Allergien. Der AMK (Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker) liegen im Zeitraum 1.1.2004 bis 31.07.2007 fünf Fallberichte zum Missbrauch von Diphenhydramin vor, davon ein Fall mit Todesfolge. Keiner dieser Fälle betraf Jugendliche. Laut AMK muss beim Missbrauch mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet werden. Die Apotheken melden Missbrauchsfälle an die AMK.

Dazu mehr: "Missbrauch von Diphenhydramin durch Jugendliche"
http://www.abda.de/1369.html




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