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München (ddp). Der Paritätische Wohlfahrtsverband will die vollständige Befreiung bestimmter Bevölkerungsgruppen von der Zuzahlungspflicht der Gesundheitsreform. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf eine noch nicht veröffentlichte Studie des Verbandes. In ihr werden demnach drei «Personenkreise» genannt, für die Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen «zu einer nicht weiter hinnehmbaren Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Versorgung» führten: Obdachlose, die auf der Straße wohnen, suchtkranke Menschen, die in einem Behandlungsprogramm mit der Ersatzdroge Methadon stehen, und Bewohner von Alten- oder Behindertenheimen, die nur kleine Barbeträge erhalten.
Von einer Befreiung dieser Bevölkerungsgruppen von Zuzahlung wären dem Blatt zufolge 414.000 Menschen betroffen. Die Einnahmeausfälle würden sich auf 19,2 Millionen Euro belaufen. Das seien 0,014 Prozent der jährlichen Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung.
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