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17.06.2008



Übersicht "Meldung vom Tage" (JUNI 2008)



13.06.

Merkel lobt SANA-Konzept für Gesundheitsinsel Rügen

ddp


Verein plant spezielle Tourismusangebote für Patienten

Von Ralph Sommer

Bergen (ddp-nrd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Engagement des bayerischen Klinikbetreibers SANA auf der Insel Rügen gewürdigt. Die Übernahme des Krankenhauses vor 17 Jahren und der Ausbau zu einem modernen Gesundheitszentrum seien ein gelungenes Privatisierungsbeispiel, an dem sich Betreiber auch in den alten Bundesländern orientieren könnten, sagte Merkel am Freitag während eines Besuchs in ihrem Wahlkreis in Bergen.

Das SANA-Krankenhaus in Bergen leiste mit seiner Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung einen wichtigen Beitrag, der über die Grundversorgung der Urlaubsregion weit hinausgehe, betonte die CDU-Politikerin. Hervorhebenswert seien vor allem die Pläne für eine stärkere Profilierung als Gesundheitsinsel.

Nach Angaben von SANA-Klinik-Geschäftsführer Dietrich Goertz werden derzeit zusammen mit niedergelassenen Ärzten, Physiotherapeuten, dem Hotelgewerbe und der Ernährungswirtschaft neue touristische Spezialangebote für ältere und erkrankte Menschen etabliert. Dazu gehörten spezielle Urlaubsangebote für Diabetiker, Familien mit behinderten Kindern sowie Patienten, die an Inkontinenz oder Herzbeschwerden leiden.

Zudem wolle der Verein Gesundheitsinsel Rügen e.V. auf die zunehmende Zuwanderung von Pensionären reagieren und zum Beispiel eine Senioren- und Tourismus-Universität, ein Kongress- sowie ein Ausbildungszentrum für medizinisches Personal gründen. Um die Behandlung von Patienten auch künftig zu sichern, schlug Goertz vor, den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) personell zu reduzieren und freigesetzte Ärzte wieder in der Krankenversorgung einzusetzen.

Merkel hatte sich zuvor während eines Rundgangs durch das Klinikum mit Ärzten und Pflegekräften über die Situation der Einrichtung unterhalten. Vertreter der Konzernleitung verwiesen dabei darauf, dass die vereinbarten Tarifabschlüsse ohne entsprechende Zugeständnisse des Bundes von den Krankenhausbetreibern nicht mehr zu verkraften seien. Die Kanzlerin sagte, dass die Krankenhausplanung Ländersache sei und in etwa einem Vierteljahr die neuen Beitragssätze für die Krankenkassen zu erwarten seien. Eine gute Ausstattung der Häuser und niedrige Beitragssätze zugleich seien jedoch eine unrealistische Vorstellung.




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