Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe

Startseite Rubrik: Meldung vom Tage aktualisiert 03.02.2004


Übersicht "Meldung vom Tage" (Januar 2004)

18.01.04

In der Klemme - Immer mehr 13- bis 24-Jährige sind verschuldet

München/Eisenach (ddp-lth). Jugendliche haben immer weniger Geld frei verfügbar. Einer Studie des Instituts für Jugendforschung in München (IJF) vom Juni 2003 zufolge ist der Anteil des Geldes nach Abzug aller laufenden Kosten auf 45 Prozent zurückgegangen. Dennoch zeigen sich die 13- bis 24-Jährigen konsumfreudig. Die Ausgaben für Handy/Telefonrechnung, Zigaretten/Tabakwaren und Eintrittsgelder für Disco/Konzerte sind im Laufe der letzten Jahre deutlich gestiegen. Einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen der Jugendlichen von 457 Euro stehen nach Aussagen der Studie zur Finanzkraft der 13- bis 24-Jährigen in der Bundesrepublik Deutschland im Schnitt 172 Euro Schulden gegenüber.

Der Anteil der Jugendlichen, die Schulden machen, ist in den vorangegangenen Jahren fortwährend gestiegen. Ergebnissen der Untersuchung zufolge sind sechs Prozent der 13- bis 17-Jährigen sind durchschnittlich mit 370 Euro verschuldet, rund 13 Prozent der 18- bis 20-Jährige stehen mit 1430 Euro in der Kreide. Etwa 16 Prozent der 21- bis 24-Jährigen haben 2170 Euro Schulden. Im Westen wie auch im Osten steht durchschnittlich jeder neunte Jugendliche zwischen 13 und 24 im Minus. Allerdings beläuft sich die Höhe der Schulden in den neuen Ländern im Schnitt auf 2130 Euro, während sie in den alten Bundesländern mit 1410 Euro deutlich niedriger liegt. Pro Kopf liegt die Schuldenhöhe damit in Westdeutschland bei 155 Euro, in Ostdeutschland bei 245 Euro.

Die wichtigsten Gründe für die Verschuldung sind Ausgaben für Auto, Mofa oder Roller. Rund 28 Prozent der Jugendlichen haben für ihren fahrbaren Untersatz Schulden gemacht. Jeweils 18 Prozent der 13- bis 24-Jährigen haben sich für Wohnung und Möbel sowie für Handy und Telefonrechnung verschuldet.

Der Anteil der Personen mit Zahlungsschwierigkeiten bei Krediten ist laut Schuldenkompass der Schutzvereinigung für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) in der Altersgruppe 20 bis 24 Jahre zwischen 1999 und 2002 deutlich gestiegen. Den Grund für die Zunahme der Zahlungsschwierigkeiten sieht die Schufa in der Handynutzung der Jugendlichen. Probleme in der Rückzahlung von Schulden treten zwar vorrangig im Bankensektor auf, Zahlungsschwierigkeiten aus der Telekommunikationswirtschaft nehmen jedoch kontinuierlich zu.



ddp

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