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München (ddp). Viele Kinder haben einen unsichtbaren Gefährten. Die meisten Mütter und Väter reagieren anfangs irritiert, wenn ihre Sprösslinge die Schuld an einem Missgeschick auf ihren imaginären Freund abwälzen oder mit diesem Gespräche führen. Sie haben die Sorge, dass ihr Kind mit der Realität nicht zurechtkommt, wie die Zeitschrift «Eltern» schreibt.
Nach Untersuchungen amerikanischer Forscher sind Kinder mit imaginären Spielkameraden aber scheinbar besonders gut fürs Leben gerüstet. In Befragungen erwiesen sie sich als kreativ, gesellig und überdurchschnittlich intelligent. Und bei ihren fantastischen Freunden handelt es sich keineswegs um Halluzinationen, sondern um durchaus nützliche Wesen, die die Funktionen von Spielgefährten, Beschützern und Tröstern oder Sündenböcken übernehmen.
Für Eltern ist es nicht immer leicht, sich mit den unsichtbaren Kameraden zu arrangieren. Wer sie ignoriert, riskiert Psychologen zufolge, von seinem Nachwuchs nicht ernst genommen zu werden. Clevere Eltern versuchen besser, die Fantasiefreunde wie liebe Gäste zu behandeln. Schließlich verraten sie einem im Gegenzug einiges über Ängste und Sehnsüchte des Kindes.
Eltern können die unsichtbaren Gefährten auch freundlich um Rat fragen oder versuchen, sie auf ihre Seite zu ziehen: «Ich glaube, dein Freund ist müde und will, dass du den Fernseher jetzt ausschaltest.»
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