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Potsdam (ddp-lbg). Die brandenburgische Landesregierung und die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg haben eine Initiative für die Beschäftigung Langzeitarbeitsloser gestartet. Damit sollen Arbeitsgelegenheiten für bisherige Bezieher von Arbeitslosenhilfe geschaffen werden, sagte am Dienstag Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Potsdam. Das Projekt sei auch eine Vorbereitung auf die Arbeitsmarktreform «Hartz IV» ab Januar 2005.
«Wir wollen erreichen, dass noch in diesem Jahr mehrere Tausend Arbeitslosenhilfe-Bezieher Arbeitsgelegenheiten zusätzlich zur finanziellen Unterstützung erhalten», sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Mit dem Vorhaben solle ein systematischer Übergang für möglichst viele künftige Bezieher von Arbeitslosengeld II erreicht werden.
Die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) bieten Langzeitarbeitslosen die Chance auf Beschäftigung im Gemeinwohlinteresse und eventuelle berufliche Perspektiven. Dafür stellt der Bund insgesamt 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung, davon 70,2 Millionen Euro für Brandenburg. Damit können im Herbst dieses Jahres begonnene Maßnahmen 2005 fortgesetzt werden.
Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum 1. Januar 2005 wird es im Land Brandenburg voraussichtlich mindestens 170 000 Bezieher von Arbeitslosengeld II geben. Dabei handelt es sich um erwerbsfähige Langzeitarbeitslose, die täglich mindestens drei Stunden arbeiten könnten. Ziel von «Hartz IV» ist es, diese Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Wie das Arbeitsministerium mitteilte, sollen zunächst 7000 Zuverdienstmöglichkeiten geschaffen werden. Als Einsatzgebiete sind Begleitdienste für Behinderte, Nachhilfestunden, Kommunikationshilfen für Ausländer, Archivierungsarbeiten, Besucherbetreuung in der Kultur oder im Naturschutz, Betreuung von Denkmalen oder die Unterstützung des Hochschulsportes vorgesehen.
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