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Startseite Rubrik: Meldung vom Tage aktualisiert 08.12.2004


Übersicht "Meldung vom Tage" (Dezember 2004)

08.12.04
Projekt "Elternschule" soll gesundheitsbewusste Erziehung von Kindern fördern
ddp

Von Sigrid Pretzsch

Mainz (ddp-swe). Mit Hilfe eines neues Projektes sollen Eltern in Rheinland-Pfalz bei der gesundheitsbewussten Erziehung ihrer Kinder unterstützt werden. Die so genannte "Elternschule" soll den Erziehungsberechtigten und Erziehern in Kindertagestätten mit Informationen und praktischen Tipps nahe bringen, wie Kinder frühzeitig an ein gesundheitsbewusstes Verhalten herangeführt werden könnten, sagten Gesundheitsministerin Malu Dreyer und Bildungsministerin Doris Ahnen (beide SPD) am Mittwoch in Mainz als Schirmherrinnen bei der Vorstellung des Projekts. Die Eltern sollten dabei in ihrem alltäglichen Handeln und ihrem Gesundheitswissen gestärkt werden.

Vorgesehen sind Infoabende, Elternkurse, Diskussionsrunden und Vortragsreihen. Schwerpunkte sind dabei das gesunde Ernährungs- und Bewegungsverhalten, die seelisch-emotionale Entwicklung von Kindern sowie deren Sprachentwicklung und ihr Medienkonsum. Ziel sei es, Wissen zu vermitteln, Erfahrungen auszutauschen und richtiges Verhalten einzuüben. Ingesamt sind im kommenden Jahr 65 Veranstaltungen geplant, von denen jede als Einzelveranstaltung oder in Kombination mit anderen besucht werden kann. Für die Eltern bleibt die Teilnahme kostenlos.

Dreyer betonte, das Projekt setzte bewusst auf Prävention, denn der Grundstein für ein gesundes Leben werde in der Kindheit und Jugend gelegt. Die Kinder sollten deshalb gezielt gesundheitsfördernd begleitet werden, um gesund erwachsen werden zu können, unterstrich sie. Nach wie vor bewegten sich viele Kinder zu wenig, verbrächten zu viel Zeit vor dem Fernseher oder Computer, ernährten sich falsch und könnten sich dadurch nicht richtig konzentrieren oder litten unter einer verzögerten Sprachentwicklung, machte Dreyer deutlich. Das Projekt solle dabei für Abhilfe schaffen.

Ahnen sagte, wichtige Partner bei der Projekt-Umsetzung seien Schulen, Kindertagesstätten, aber auch Beratungsstellen und Fachdienste der Familienarbeit. Vor allem die bereits vorhandenen Kompetenzen von Erziehern könnten so weiter genutzt werden, fügte die Bildungsministerin hinzu.

Das Projekt richtet sich vor allem an Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Gezielt angesprochen sollen dabei auch Familien in sozial schwierigen Lebenslagen oder mit Migrationshintergrund. Informationsbroschüren zum richtigen Impfen von Kindern erscheinen deshalb beispielsweise in einer russisch/deutschen und einer türkisch/deutschen Auflage.

Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Ministerien, der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG)und der "Allgemeinen Zeitung" Mainz startet im Januar 2005 in der Landeshauptstadt und im Kreis Mainz-Bingen und ab kommenden Sommer auch in Worms sowie in den Landkreisen Bad Kreuznach und Alzey-Worms. Es wird von verschiedenen Krankenkassen unterstützt. Die Gesamtkosten belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 100 000 Euro. Das Projekt läuft vorerst ein Jahr, kann aber um ein weiteres verlängert werden.

http://www.lzg-rlp.de


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