|
|
Münster (ddp-nrw). NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD) hat am Mittwoch den "Gesundheitspreis 2004" verliehen. Die mit insgesamt 11 000 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an Projekte in Bad Oeynhausen, Düsseldorf, Köln und Münster. Schwerpunkt der diesjährigen Ausschreibung war das Thema "Prävention". Überreicht wurden die Ehrungen im Rahmen der 13. Landesgesundheitskonferenz in Münster, wie das Ministerium mitteilte.
Wie es weiter hieß, ging der erste Preis in Höhe von 5000 Euro an ein Projekt für schizophrene Patienten in Düsseldorf. Durch die Vernetzung von ambulanten und stationären Angebote sollen die Betroffenen besser betreut und vor längeren Krankenhausaufenthalten bewahrt werden. Die weiteren Auszeichnungen gingen an eine in Münster erprobte elektronische Gesundheitsakte, ein postoperatives Therapiekonzept in Bad Oeynhausen sowie ein Projekt aus Köln, das die psychischen Belastungen von Pflegekräften vermindern soll.
Die Konferenz in Münster beschäftigte sich vor allem mit dem Thema der Gesundheitswirtschaft als Standortfaktor. Nach Angaben von Fischer sind in dieser Branche in NRW derzeit rund 865 000 Menschen tätig. Rechne man pharmazeutische, medizintechnische und verwandte Unternehmen hinzu, käme man sogar auf rund eine Million Arbeitsplätze. Durch die älter werdende Gesellschaft sei zu erwarten, dass zahlreiche weitere Jobs entstehen. Experten gehen von rund 200 000 zusätzlichen Stellen in den kommenden zehn Jahren aus.
"Der Gesundheitsbereich ist eine der wenigen wachsenden Branchen und könnte zur 'Wachstumslokomotive' des 21. Jahrhunderts werden", erklärte Fischer. Der von der Landesregierung initiierte "Masterplan Gesundheitswirtschaft NRW" wolle diese Entwicklung unterstützten. Dazu werden 17 strategische und 58 operative Handlungsfelder festgelegt. So soll unter anderem die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in NRW verbessert werden. Auch die Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung schreibt sich das Programm auf die Fahne.
http://www.mgsff.nrw.de
|
|