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München (ddp). Bayern setzt bei der künftigen Finanzierung der Pflegeversicherung auf eine private Zusatz-Zwangsversicherung für Jüngere. Sozialministerin Christa Stewens (CSU) sagte am Mittwoch bei der Vorstellung ihres Reformkonzepts, es sei "unumgänglich, die Pflegeversicherung durch ein zweites Standbein zu stärken, damit auch in Zukunft eine angemessene Pflege zu einem bezahlbaren Preis sichergestellt ist". Stewens nannte ihr Konzept eine "gerechte Lastenverteilung zwischen Jung und Alt".
Die von den jüngeren Versicherten zu zahlende Prämie würde nach Berechnungen des Ministeriums 2005 monatlich vier Euro betragen und sich dann jährlich um 0,47 Euro erhöhen. Hinzu kommt der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung. Stewens will ihn allein auf Kosten der Arbeitnehmer um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent erhöhen. Der Arbeitgeberanteil soll hingegen bei 0,85 Prozent festgeschrieben werden.
Mit der Erhöhung des Beitrags will die Ministerin den Familienlastenausgleich in der Pflegeversicherung umsetzen. So soll im Gegenzug pro nicht-volljährigem Kind der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um fünf Euro reduziert werden. Ab zwei bis drei Kindern müsste nach Berechnungen des Münchner Ministeriums hier gar nichts mehr eingezahlt werden.
Die Pflegesachleistungen sollen im ambulanten und stationären Bereich angeglichen werden: Bei Stufe III gibt es monatlich 1500 Euro, bei Stufe II monatlich 1000 Euro und bei Stufe I monatlich 400 Euro bei ambulanter und 500 Euro bei stationärer Pflege.
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