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Mainz (ddp-swe). Für Menschen mit Behinderung soll es in Rheinland-Pfalz künftig ein besser ausgebautes ambulantes Versorgungsnetz geben. Laut einer am Donnerstag in Mainz vorgestellten Vereinbarung des Sozialministeriums mit verschieden Sozial- und Behindertenverbänden sollen gemeindenahe Betreuungsformen ausgebaut und verstärkt auf die ambulante Fürsorge ausgerichtet werden. Damit soll den behinderten Menschen die freie Wahl und ein Höchstmaß an Eigenständigkeit und Privatsphäre ermöglicht werden. Derzeit lebten 11 000 behinderte Menschen in Rheinland-Pfalz.
Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) sagte, ein Leben im Heim für behinderte Menschen solle zur Ausnahme werden. Ein möglichst selbstständiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe seien menschliche Grundbedürfnisse, auf die Behinderte ebenso wie nicht Behinderte ein Recht haben, fügte sie hinzu. Deshalb sollten Menschen mit einem hohen Bedarf an Unterstützung auch außerhalb von stationären Einrichtungen leben können, wie es ihrem Wunsch entspricht.
Die Vereinbarung wurde vom Sozialministerium mit der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, den kommunalen Spitzenverbänden und den Verbänden der Menschen mit Behinderungen geschlossen.
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