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Osnabrück (ddp). Die größte deutsche Krankenkasse, die Barmer Ersatzkasse, hat sich verhalten zu Forderungen nach einer Patientenquittung und einem Ärzteranking geäußert. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagausgabe) sagte Vorstandsmitglied Klaus H. Richter, es sei "zumindest zweifelhaft", ob die Patientenquittung tatsächlich den gewünschten kostendämpfenden Effekt hätte. Gleichwohl nehme die Ersatzkasse ernst, dass sich im "Gesundheitsmonitor" der Bertelsmann-Stiftung 83 Prozent der Befragten für Patientenquittungen ausgesprochen hätten.
Richter betonte, bereits jetzt hätten Patienten nach dem Sozialgesetzbuch Anspruch auf Auskunft. Bisher werde dieses Recht in der Praxis aber kaum genutzt. Dies bestätigten auch Erfahrungen aus Modellversuchen und Tests in mehreren Regionen. Im Übrigen gebe es weitere Möglichkeiten, sich über die Kosten der medizinischen Versorgung zu informieren. So existiere beim Zahnersatz eine absolute Transparenz über die Kostenvoranschläge für neue Prothesen und Brücken. Ähnliches gelte für Hilfsmittel wie Brillen, Hörgeräte und Krücken.
Das im "Gesundheitsmonitor" von 79 Prozent der Befragten gewünschte Ärzteranking hält Richter in der praktischen Durchführung für problematisch. In Anbetracht der derzeit vorhandenen Daten sei eine rasche Realisierung kaum vorstellbar.
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