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Düsseldorf (ddp). Die Gesundheitsreform sorgt für herbe Einbußen bei den Herstellern von rezeptfreien Medikamenten. Nach Berechnungen des weltweit führenden Marktforschungsunternehmens IMS Health, die dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) vorliegen, wird in Deutschland der Umsatz in diesem Segment 2004 um 13 Prozent zurückgehen.
Auslöser ist laut IMS Health eine Neuregelung im Zuge der Gesundheitsreform. Danach seien seit Jahresbeginn die meisten Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, von den gesetzlichen Krankenkassen auch nicht mehr erstattet worden. 2003 seien mit den rezeptfreien Arzneien in Deutschland 6,8 Milliarden Euro umgesetzt worden. Davon hätten gesetzliche Krankenkassen 2,8 Milliarden Euro gezahlt. Dieser Teil des Geschäfts ist nach Berechnungen von IMS-Marktforscher Jürgen Petersen nun seit Jahresbeginn um rund die Hälfte geschrumpft. "Die Kassen werden damit für nicht verschreibungspflichtige Medikamente etwa 1,5 Milliarden Euro weniger ausgeben müssen", sagte Petersen der Zeitung. Da Kunden ihre Medikamente nun zum Teil selbst kauften, schrumpfe der Markt für rezeptfreie Medikamente insgesamt aber nur um 13 Prozent.
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