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Hannover (ddp-nrd). Blinde Menschen sollten Niedersachsen nach Ansicht des Landesbehindertenbeauftragten nicht den Rücken kehren. "Blinde Menschen bleibt in Niedersachsen, Niedersachen ist lebens- und liebenswert", sagte Karl Finke am Freitag in Hannover. Er appellierte an blinde Menschen ihren Wohnsitz trotz des Wegfalls des Blindengeldes nicht in ein anderes Bundesland zu verlegen.
Die Streichung des Landesblindengeldes für mehr als 90 Prozent aller blinden Bürger sei ohne Frage ein gravierender Einschnitt zu Lasten einer eigenständigen Lebensführung, räumte er ein. "Eine Vertreibung behinderter oder blinder Menschen aus Niedersachen, wie häufig unterstellt, ist aber nicht gewollt", sagte Finke.
Er forderte alle 600 000 behinderten Menschen im Land auf, solidarisch für ein einheitliches Leistungsgesetz auf Landes- und Bundesebene einzutreten. Die Ziele von morgen lauteten Teilhabe und Inklusion - eine Gesellschaft für alle. "Gleichberechtigte Teilhabe heißt auch materiell gleiche Lebenschancen zu haben, also Nachteilsausgleiche statt Abhängigkeit von Dritten zu stärken", betonte Finke.
Die Landesregierung will das einkommensunabhängige Landesblindengeldes in Höhe von monatlich 409 Euro ab 2005 abschaffen und nur noch eine einkommensabhängige Förderung gewähren. So sollen rund 22 Millionen Euro gespart werden.
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