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Osnabrück (ddp). Durch die Gesundheitsreform wird nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) "Krankheit zum Armutsrisiko in Deutschland". Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe) machte SoVD-Präsident Adolf Bauer deutlich, dies gelte trotz der beschlossenen Verbesserungen für Chroniker sowie bei Fahrtkosten und Praxisgebühr. Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz bleibe für viele Menschen eine "unverantwortliche finanzielle Belastung, die sie nicht oder nur unter größten Opfern tragen können".
Bauer kritisierte, die Zuzahlungen würden viele Einkommensschwache unter das Sozialhilfeniveau drücken. "Absolut unerträglich und verfassungsrechtlich fragwürdig" ist es nach Worten Bauers, dass selbst Sozialhilfeempfängern bis zu 72 Euro jährlich abverlangt werde. Das gelte sogar für Heimbewohner, die ein Taschengeld von nur drei Euro täglich hätten. Diesen Personen werde ein menschenwürdiges Leben genommen, weil sie für die Zuzahlungen auf den Besuch eines Cafés, eines Kinofilms oder auf einen Frisörtermin verzichten müssten.
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