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Chicago (ddp). In den Wechseljahren reagiert das Gehirn mancher Frauen weniger stark auf das Sexualhormon Östrogen. Diese veränderte Reaktion des Hirns kann der Grund für die typischen Beschwerden wie Hitzewallungen oder nächtliche Schweißausbrüche sein. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie hin, die amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift "JAMA" vorstellen (Bd. 292, S. 2991).
Gerson Weiss von der Medizinischen Universität New Jersey und seine Kollegen analysierten die Daten von mehr als 3300 Frauen. Von den Teilnehmerinnen gaben 840 über einen Zeitraum eines Menstruationszyklus oder von maximal 50 Tagen täglich Urinproben ab. Die Forscher bestimmten daraus die zyklusbedingten Schwankungen bestimmter Sexualhormone, darunter das von den Eierstöcken gebildete Östrogen und das von der Hirnanhangdrüse produzierte so genannte Luteinisierende Hormon (LH). Zudem beantworteten die Probandinnen Fragen zu Wechseljahrsbeschwerden.
Aus den Mustern der Hormonschwankungen bei einem Teil der Frauen schlossen die Forscher, dass deren Gehirn weniger empfindlich auf Östrogen reagiert, da die gewöhnliche LH-Produktion ausbleibt. Außerdem klagten besonders jene Frauen, bei denen weder die Östrogen- noch LH-Werte im Laufe des Zyklus anstiegen, besonders häufig über Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche in der Nacht. Demzufolge kann nach Darstellung der Mediziner eine veränderte Reaktion des Gehirns auf das Sexualhormon Östrogen mit verstärkten Wechseljahrsbeschwerden zusammenhängen.
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