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Berlin (ddp). Die meisten chronisch Kranken sollen im kommenden Jahr ganz unbürokratisch von der geringeren Zuzahlung profitieren. Es sei unsinnig, wenn chronisch Kranke ihre Anerkennung jedes Jahr erneuern müssten, sagte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Rainer Hess, am Mittwoch in Berlin. Der Nachweis solle deshalb entfallen für Personen, die unter die Pflegestufen zwei und drei fallen.
Der Nachweis entfalle ebenfalls für solche Personen, bei denen sich ein Fortbestand der Krankheit aus der Art der Erkrankung selbstverständlich ergebe, erläuterte Hess weiter. So sei ein Einbeiniger auch im nächsten Jahr einbeinig, nannte Hess als "drastisches Beispiel". Für chronisch Kranke gilt bei den Zuzahlungen eine Belastungsobergrenze von einem Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen, während bei den übrigen Versicherten eine Grenze von zwei Prozent gilt.
Hess wertete die seit Jahresanfang geltende Chronikerregelung als Erfolg. Die Zahl der anerkannten Chroniker habe sich von elf auf sechs Millionen fast halbiert.
Hess kündigte an, dass sich der Gemeinsame Bundesausschuss im kommenden Jahr vor allem um die Qualität der Versorgung bemühen wolle. Der Ausschuss sei kein Gremium, das permanent Leistungen streiche. So habe der Ausschuss bei seiner Sitzung am Vortag eine Studie zur Qualitätssicherung in der Dialyse in Auftrag gegeben.
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