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Berlin (ddp). Winterurlaub mit Sonnenbaden im Schnee oder am Strand: Manchmal rötet und schält sich trotz Sonnenschutz die Haut. Dabei muss es sich nicht um einen Sonnenbrand handeln, berichtet die Gesellschaft Deutscher Chemiker. Bestimmte Wirkstoffe in Medikamenten können in Verbindung mit UV-Licht eine phototoxische Reaktion auslösen, die einem Sonnenbrand sehr ähnlich sind.
Den Angaben zufolge enthalten bestimmte Wirkstoffe einen so genannten Chromophor, der die in Sonnen- und Solariumslicht enthaltene energiereiche UV-A-Strahlung absorbieren kann. Diesen Energie-Überschuss kann der Chromophor wiederum an Bestandteile der Hautzellen abgeben, was Fachleute als Photosensibilisierung bezeichnen. Als Energieempfänger in der Hautzelle fungieren große Biomoleküle, die bei der Energieaufnahme Schaden nehmen. Wenn diese Schäden durch die zelleigene Reparaturmaschinerie nicht behoben werden können, stirbt die Zelle ab - die sonnenbrandähnlichen Symptome sind die Folge.
Medikamenten-Wirkstoffe, die photosensibilisierend wirken können, sind zum Beispiel Ketoprofen in Schmerzmitteln oder das häufig verschriebene Antibiotikum Doxycyclin. Auch die zur Stimmungsaufhellung eingenommenen Johanniskraut-Präparate und sogar bestimmte chemische Substanzen in Kosmetika oder Inhaltsstoffe von Sellerie und Pastinaken gehören zu den photosensibilisierenden Substanzen.
Trotzdem muss niemand seinen Winterurlaub absagen, der eine bakterielle Infektion mit Antibiotika auskuriert oder gegen einen aufkeimenden grippalen Infekt Schmerzmittel nimmt: Mit Kleidung, die Arme und Beine bedeckt, einem Sonnenhut und dem bevorzugten Aufenthalt im Schatten lassen sich nicht nur phototoxische Reaktionen, sondern auch ein "normaler" Sonnenbrand vermeiden.
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