 |
 |
|
|
|
|
 |
Übersicht "Meldung vom Tage" (Dezember 2004) |
|
|
|
|
27.12.04
|
Krankenkassen sparen 10,5 Prozent bei Arzneimitteln
|
ddp
|
|
|
|
|
|
Berlin (ddp). Die Krankenkassen verbuchen durch die Gesundheitsreform einen deutlichen Rückgang bei den Ausgaben für Arzneimitteln. Gegenüber 2003 dürften die Kosten in diesem Jahr um 2,4 Milliarden Euro auf 20,4 Milliarden Euro gesunken sein, berichtete der BKK Bundesverband am Montag unter Berufung auf seine aktuelle Prognose. Dies entspreche einem Rückgang um 10,5 Prozent.
Verantwortlich hierfür sei die Ausgliederung der nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimittel (OTC-Arzneimittel) aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, der von 6 auf 16 Prozent erhöhte Herstellerrabatt sowie die höheren Zuzahlungen durch die Versicherten. Diese seien um 400 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Berücksichtige man jedoch, dass die Patienten inzwischen OTC-Arzneimittel selbst bezahlen müssen, für die im Vorjahr noch die Zuzahlungsregel galt, so lägen die Mehrkosten für die Patienten durch Zuzahlungen bei 800 Millionen Euro.
Die Wiedereinführung von Festbeträgen für patentgeschützte Arzneimittel, die keinen therapeutischen Fortschritt bringen, werde im kommenden Jahr noch nicht zu den erwarteten Einsparungen von einer Milliarde Euro führen. Dieses Ziel werde erst 2007 erreicht, prognostizierte der Bundesverband weiter. Verantwortlich hierfür sei der Grundsatz "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" bei der Bildung der Festbetragsgruppen, mit dem größtmögliche Rechtssicherheit erreicht werden soll. Im kommenden Jahr erwartet der BKK Bundesverband Einsparungen von 390 Millionen Euro, 2006 sollen es 740 Millionen Euro sein.
|
|
|
Copyright © ddp
Wiederveröffentlichung oder Verbreitung der Inhalte dieser Seite nur mit ausdrücklicher
schriftlicher Zustimmung der Nachrichtenagentur Deutscher Depeschendienst (ddp).
|
|
|
|
|
 |
Übersicht "Meldung vom Tage" (Dezember 2004) |
|

|
|