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Frankfurt/Main (ddp). Jahreszeitliche Stimmungsschwankungen können auch auf eine gestörte Schilddrüsenfunktion hinweisen. "Störungen der Schilddrüsenfunktion können die Psyche erheblich in Mitleidenschaft ziehen", sagt der Bielefelder Schilddrüsenspezialist Joachim Feldkamp. Mehr als die Hälfte aller Patienten mit einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden den Angaben zufolge gleichzeitig unter Depressionen. Bei depressiver Stimmungslage sollte deshalb immer auch die Schilddrüsenfunktion untersucht werden, rät der Internist.
Wie das Forum Schilddrüse in Frankfurt am Main berichtet, bringt ein Zuviel oder ein Zuwenig an Schilddrüsenhormon schnell die Seele aus dem Gleichgewicht. So können bei einer Überfunktion dieses kleinen Organs im Hals auch die Gefühle stark "überreagieren": mit Reizbarkeit, Ungeduld, Rastlosigkeit und verstärkter Ängstlichkeit, manchmal sogar mit Panikattacken - ähnlich wie bei einer psychisch bedingten Angststörung.
Eine Unterfunktion macht sich dagegen durch Antriebslosigkeit, verlangsamtes Denken oder Verwirrung sowie Rückzug aus der sozialen Gemeinschaft bemerkbar. Da diese Anzeichen bei depressiven Erkrankungen ebenfalls häufig auftreten, wird bei der Behandlung zunächst oft nicht an eine Schilddrüsenstörung gedacht.
Für viele psychische Erkrankungen gilt: Sowohl Arzt als auch Betroffener sollten an die Möglichkeit einer Schilddrüsenstörung denken. Die Überprüfung der Schilddrüse mit einer Blutuntersuchung ist einfach und lohnt sich auf jeden Fall. Denn wird die Funktionsstörung erkannt und entsprechend behandelt, verschwinden auch die seelischen Probleme meist wieder.
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