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Berlin (ddp). Der Krankenstand in Deutschland ist 2004 auf ein Rekordtief zurückgegangen. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, sank der Krankenstand auf 3,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970. Der Krankenstand ist eine Stichtagserhebung zu jedem ersten eines Monats. Die Krankenkasse ermittelt im Rahmen ihrer Mitgliederstatistik die zu diesem Zeitpunkt arbeitsunfähig kranken Pflichtmitglieder.
Den Angaben zufolge dürfte der Rückgang die Kosten für die Lohnfortzahlung um rund 1 Milliarde Euro vermindert haben. Auch die Aufwendungen der Krankenkassen für Krankengeld sind demnach in den ersten drei Quartalen um 9,6 Prozent beziehungsweise 511 Millionen Euro gesunken.
Im Jahr 2003 war der Krankenstand erstmals unter vier Prozent gesunken und lag im Jahresdurchschnitt bei 3,6 Prozent, was den Arbeitgeber rund 1,5 Milliarden Euro Einsparungen gebracht haben soll. In den 70er Jahren lagen die Krankenstände bei über fünf Prozent, in den 80er Jahren zwischen 5,7 und 4,4 Prozent. Der Krankenstand ist abhängig von der Jahreszeit. Im Winter liegt er deutlich über dem vom Sommer, da regelmäßig Erkältungskrankheiten Arbeitsunfähigkeit herbeiführen.
Nach Angaben des BKK-Bundesverbandes erreicht der Krankenstand in den Monaten Januar bis November 2004 einen Tiefstand von 3,6 Prozent. Demnach waren die Beschäftigten durchschnittlich nur 11,9 Tage krankgeschrieben, gegenüber 13,5 Tagen im Jahr davor. Der Anteil der psychischen Erkrankungen an den Krankheitstagen hat sich seit 1990 verdoppelt. Der Bundesverband erfasst die gesundheitlichen Befunde jedes vierten Beschäftigten in Deutschland.
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