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Berlin (ddp-bln). Die "German Jewish History Awards" sind am Dienstag im Berliner Abgeordnetenhaus verliehen worden. Diese bedeutende internationale jüdische Auszeichnung der amerikanischen Obermayer-Foundation wurde während des Festaktes anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus überreicht. Der zum vierten Mal vergebene Preis würdigt Verdienste von Deutschen um die Bewahrung von Zeugnissen jüdischer Kultur und jüdischen Lebens. Der Stifter, Arthur Obermayer, ist deutsch-jüdischer Herkunft und war mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten in die USA emigriert.
Die Verleihung des Preises verbinde Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sagte Parlamentspräsident Walter Momper (SPD). Der "German Jewish History Award" zeichne diejenigen aus, die es sich "zur Herzensangelegenheit gemacht haben, die Dokumente und Zeugnisse jüdischen Lebens in Deutschland zu restaurieren und zu erhalten". Dabei seien sie "in aller Stille tätig" gewesen, hätten nicht nach Dank und Anerkennung gefragt.
Zu den Preisträgern gehören in diesem Jahr Lothar Bembenek und Dorothee Lottmann-Kaeseler aus Weisbaden (Rheinland-Pfalz), Klaus-Dieter Ehmke aus Berlin, Cordula Kappner aus Hassfurt (Bayern), Jürgen Sielemann aus Hamburg und Christiane Walesch-Schneller aus Breisach am Rhein.
Der 27. Januar 1945 wird in Deutschland seit 1996 als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Der Holocaust-Gedenktag war vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog proklamiert worden. Vor 59 Jahren waren die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz befreit worden.
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