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Erfurt (ddp). AOK-Bundeschef Hans-Jürgen Ahrens rechnet noch für 2004 mit einer neuen Debatte über die Finanzierung des Gesundheitssystems. "Mitte diesen Jahres erwarte ich, dass die Diskussion über die Stärkung der Finanzkraft der Kassen wieder auflebt", sagte Ahrens der in Erfurt erscheinenden "Thüringer Allgemeine" (Mittwochausgabe). Wenn die nächste Phase der Reform nicht neue Einnahmemöglichkeiten bringe, werde die Politik wieder auf die Kürzung von Leistungen setzen. Die weitere Beschneidung von Leistungen für noch mehr Spielraum für Beitragsenkungen dürfte die Politik seiner Auffassung nach jedoch nicht noch einmal durchhalten.
Ahrens plädierte für eine Neuordnug der Einnahmen, wobei aber weder Bürgerversicherung noch Kopfpauschale in Reinkultur finanzier- und vermittelbar seien. Der AOK-Chef sprach sich dagegen aus, die Überalterung für die Krise des Gesundheitswesens verantwortlich zu machen. Man könne nicht den Menschen die Schuld geben, die älter werden.
Im Arzneimittel-Bereich sind nach Meinung von Ahrens Einsparungen von fünf bis sechs Milliarden Euro möglich. "Der Pharmasektor ist vergleichsweise gut weggekommen bei der Reform", sagte er. Bei den nächsten Reformschritten müsse man diesen Bereich wesentlich stärker im Blick haben.
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