|
05:00 Uhr
|
Dresden (ddp). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat Befürchtungen von Ärzteschaft und Kassen zurückgewiesen, Bonusmodelle mit Praxisgebühr-Reduzierungen würden die angestrebte Beitragssenkung gefährden. "Wer zuerst zum Hausarzt geht, der bewegt sich vernünftig und auch sparsam durch das System Krankenversicherung", sagte Schmidt der "Sächsischen Zeitung" (Mittwochausgabe). Doppel- und Dreifachuntersuchungen könnten vermieden und die Versorgung mit Medikamenten zielgerichteter werden. "Ich erwarte nun auch, dass Funktionäre der Ärzteschaft, aber auch manche Krankenkassen aufhören, Menschen zu verunsichern", betonte Schmidt. Statt "Miesmacherei oder ständig und unberechtigt Bedenken" zu äußeren, sollten sie Unsicherheiten auflösen und Ängste verringern.
Modelle, bei denen sich Versicherte verpflichten, zuerst stets zum Hausarzt zu gehen, seien "vernünftig". Die Kassen hätten im Gegenzug die Gestaltungsmöglichkeit, diesen eingeschriebenen Versicherten einen Bonus zu geben. "Die einfachste Lösung dabei ist, Versicherten einen Teil der Praxisgebühr oder die Praxisgebühr ganz zu erstatten", sagte Schmidt. Sie hoffe, dass die Kassen, die solche Bonus-Modelle angekündigt haben, "dabei schnell vorankommen und dass sich weitere Kassen anschließen. "Hausärzte wissen meist am besten, was ihre Patientinnen und Patienten benötigen", fügte Schmidt hinzu.
|
|